(Mit freundlicher Genehmigung des "STEININFO")
Sommer am Stein
So etwas hat es in den fast 30 Jahren der Tätigkeit des Berichterstatters an unserer Schule
noch nicht gegeben! Gemeint ist nicht der Sommer, der manchmal auf sich warten lässt oder auch mit besonderer Macht
kommt (dieser Bericht ist verspätet, weil ein Unwetter mein Arbeitszimmer unter Wasser setzte), sondern DIE Sommer,
die am Freitag ganz pünktlich in Begleitung ihrer Referentin dem Auto entstieg.
Eingeladen hatte der Hammer Abgeordnete Oskar Burkert (MdL), und die NRW Schulministerin Barbara Sommer kam tatsächlich.
Da war die Freude bei den Damen und Herren des Empfangskomitees - Persönlichkeiten von Stadt, Bezirksregierung,
Schule und Maxi-Park - entsprechend groß.
Zunächst ging es in den Park, um das 'maxilab' zu besuchen, wo sich Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der
Martin-Luther-Schule gerade mit naturwissenschaftlichen Experimenten befassten. Angetan mit weißen Kitteln und
Schutzbrillen arbeiteten sie zum Beispiel im Säurelabor oder untersuchten, wie man aus einer Zitrone eine Batterie
machen kann.
Das Stein-Gymnasium stellt für diese Experimente schon immer die Unterrichtenden; allerdings sind es Schülerinnen und
Schüler, die die Experimente mit den jüngeren Besuchern durchführen. Herr Goldbeck hat dieses Unterfangen von Anfang
an mit auf den Weg gebracht und war deshalb auch stolz auf unsere Ersatzlehrerin Vivien Bahr und ihre Kollegen Damian
Zawadka und Niclas Stemplewski, die alle als Oberstufenschüler am Freitag mit dabei waren.
Die hohen Gäste zeigten sich ebenfalls sehr beeindruckt von diesem schönen Beispiel für "Schüler helfen Schülern".
Frau Sommer suchte das Gespräch mit den Kids und wollte wissen, wozu diese Experimente denn im Alltag nützlich sein
könnten - ganz im Stil einer Lehrerin, die sie ja früher auch war. Die Kids fanden das Ganze sehr spannend und waren
ganz schön aufgeregt, wie sie im Interview später sagten.
Dann ging es gemächlichen Schrittes und ins Gespräch vertieft zum Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, wo in der Bibliothek
ein schön gedeckter Frühstückstisch auf die Gäste wartete, wenn auch die Ministerin die belegten Brötchen verschmähte:
"Wenn ich Gebäck habe, bin ich glücklich".
Auf dem Weg zu den Keksen traf die Ministerin allerdings noch Vertreter unserer Jungmanager, u.a. Sebastian Kemper und
Laurenz Waider, die es damals geschafft hatten, die WDR Bigband an unsere Schule zu holen und es sich nun erlaubten,
der Ministerin einen Brief mit der Bitte um bessere Ausstattung für bestimmte Projekte zu überreichen.
Neue Gäste an der Kaffeetafel waren Herr Kasselmann, Herr Schmidt als Elternvertreter und unsere LoTuS Vertreterinnen
und Vertreter, angefangen vom Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Harling über den Vorstandsvorsitzenden Jakob Wischniowski
und zwei weitere Schülermitglieder bis zu den Betreuungslehrerinnen Frau Raabe und Frau Groß, ohne die es natürlich gar
nicht geht.
Schülerfirmen gibt es viele, aber eine solche als Aktiengesellschaft aufgezogen kannte Frau Sommer nicht und war
sichtlich beeindruckt - so sehr, dass sie nach einigen detaillierten Fragen zum Geschäftlichen ("Wie hoch ist denn die
Dividende?", "Muss ich dann auch zur Aktionärsversammlung kommen? - Aber das kann ich ja delegieren!") dann ihre
Referentin bat, die Brieftasche zu zücken und an Ort und Stelle fünf Aktien zu je 5,50 EUR zu kaufen. Diese war
entsprechend überrascht, kramte im Portemonnaie herum und meinte, Aktien habe sie noch nie mit Bargeld gekauft.
Man schien sich dann auf eine Überweisung zu einigen.
Jedenfalls hat das ganze LoTuS Projekt die Ministerin so sehr fasziniert und erfreut, dass sie den
Vorstandsvorsitzenden Jakob nach dessen klasse Vortrag herzlich umarmte und der Schulleiterin Frau Berghoff empfahl,
die Schule möge sich doch um das 'Gütesiegel Individuelle Förderung' der Landesregierung bewerben, was sie auch tun
will, wie man der Tageszeitung bereits entnehmen konnte.
Es war jedoch nicht nur dieser Aspekt des Schullebens, der Frau Sommer interessierte. Da Frau Berghoff mit einer
schönen Foto-Präsentation weitere Facetten und vielfältige Aktivitäten unserer Schule hervorheben konnte, war die
Ministerin von der Qualität des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ehrlich überzeugt: "Sie können stolz auf sich sein." Mit
dieser Einschätzung wandte sie sich an alle Beteiligten, bevor sie sich in das Gästebuch eintrug und unsere Festschrift
als Souvenir überreicht bekam.
Alles in allem ein wahrhaft netter Besuch, sommerlich heiter, getragen von der Lockerheit und dem Charm der Ministerin,
dem man sich nicht so leicht entziehen konnte. Das Stein dürfte jetzt jedenfalls in Düsseldorf einen Stein im Brett
haben.
Für das STEININFO
Gerhard Csoma
9. Juni. 2008
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